Der Kindergarten ohne Wände
Und was macht Ihr bei Regen?
Was den Waldkindergarten ausmacht, worin er sich von Hauskindergärten
unterscheidet und worin nicht, lesen Sie hier.
Unser Raum ist der Wald
Unser Raum ist der Wald – ohne Wände, ohne Schranken…
Rückzugsmöglichkeiten und Spielzeug
Auch unsere Bau- bzw. Zirkuswagen bieten den Kindern eine Rückzugsmöglichkeit…
Aktionstage
Viel Spaß haben die Kinder auch immer an unseren „Aktionstagen“…,
Gruppengröße
Unsere kleinen Gruppen von 15 Kindern, die jeweils von zwei ErzieherInnen betreut werden…,
Immunsystem
Und nebenbei stärkt der tägliche stundenlange Aufenthalt im Freien das Immunsystem…
Vorbereitung auf die Schule
Zahlen und Buchstaben spielen schon von Anfang an eine Rolle…
Schulfähigkeiten von Kindern aus Waldkindergarten
Die oben genannten Aspekte des Waldlebens fördern viele der sozialen, motorischen und kognitive…
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Unser Raum ist der Wald
Unser Raum ist der Wald – ohne Wände, ohne Schranken. Die Kinder haben viel Platz und viele Möglichkeiten, ihrem Bewegungs- und Forscherdrang nachzugeben und die natürlichen Spiel- und Klettermöglichkeiten fordern und fördern die Motorik, welches das Selbstvertrauen in die eigenen körperlichen Fähigkeiten steigert.
Die Atmosphäre ermöglicht den Kindern eine spezielle Art der Konzentrationsfähigkeit. Die Weite des Waldes gibt jedem Kind die Möglichkeit so zu spielen, wie es grade möchte – mal ruhig und leise, mal wild und stürmisch – ohne die anderen Kinder zu stören oder gestört zu werden. Dies führt dazu, dass Unruhe und Konflikte reduziert werden. Jedes Kind findet seinen Platz – zum Spielen, Toben, zum Malen oder Bücher ansehen.
So viele Freiheiten der Wald auch bietet, Regeln und feste Strukturen gehören zum Tagesablauf: Morgen- und Abschlusskreis finden ebenso statt wie das Händewaschen vor dem gemeinsamen Frühstück, alle helfen beim Aufräumen und beim Weg in und aus dem Wald warten die Kinder an vorher vereinbarten Stellen aufeinander.
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Rückzugsmöglichkeiten und Spielzeug
Unsere Bau- bzw. Zirkuswagen bieten den Kindern eine Rückzugsmöglichkeit in die Kuschelecke, in der Bücher angesehen oder einer Geschichten gelauscht werden kann. An den Tischen und Bänken wird gemalt und gebastelt und bei Regen gefrühstückt.
Die Wagen beherbergen auch Werkzeuge,
Schaufeln,
Eimer – mehr vorgefertigtes Spielzeug gibt es nicht. Die Spielküche (oder die Apotheke, oder die Fabrik für Astronautennahrung, oder, oder, oder...) entsteht so aus ein paar alten Eimern, Matsch und Ästen. Bauklötze werden durch Steine und Stöcker ersetzt, das Puppenbett durch Laub - der Phantasie der Kinder werden keine Grenzen gesetzt!
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Aktionstage
Viel Spaß haben die Kinder auch immer an unseren „Aktionstagen“, wenn Sie selber Gemüsesuppe kochen, Obst für einen Obstsalat schnippeln oder Knoblauchraukenbrötchen backen – und dann alles mit viel Appetit aufessen! Sie unternehmen Ausflüge und beteiligen sich an Aktionen mit anderen Kindergärten (z.B. Bucherrucksack) oder sie laden sich den Zahnarzt in den Wald ein.
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Gruppengröße
Unsere kleinen Gruppen von 15 Kindern, die jeweils von zwei ErzieherInnen betreut werden, bieten Ihrem Kind viel Raum und Unterstützung, um sich – aufbauend auf seinen bereits vorhanden Eigenschaften und Fähigkeiten - zu einer selbständigen, selbstbewussten und verantwortungsbewussten Persönlichkeit zu entwickeln. Und daneben bieten wir ihm viel Raum für seine Phantasien, Ideen und Träume.
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Immunsystem
Der ständige Aufenthalt an der frischen Luft stärkt die Immunabwehr und aus der Erfahrung können wir sagen,
dass Waldkinder deutlich weniger erkältet sind, als Kinder die sich in einem Hauskindergarten den ganzen Tag
in geschlossenen Räumen mit trockener Luft aufhalten und dann nur kurzzeitig im Freien sind.
Denn auch die Ansteckungsgefahr ist im Wald deutlich geringer.
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Vorbereitung auf die Schule
Zahlen und Buchstaben spielen schon von Anfang an eine Rolle – z.B. beim täglichen Durchzählen, in Liedern und Spielen, beim Basteln und Malen.
Im Rahmen der Vorschularbeit werden von den Kindern im letzten Kindergartenjahr verschiedene Themen bearbeitet und kleinere Projekte durchgeführt. Die Kinder übernehmen nach und nach mehr Verantwortung im Tagesgeschehen. Das Präventionsprogramm „Faustlos“ fördert gezielt sozial-emotionale Kompetenzen in den Bereichen Empathie, Impulskontrolle und Umgang mit Ärger und Wut.
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Schulfähigkeiten von Kindern aus Waldkindergärten
Die oben genannten Aspekte des Waldlebens fördern viele der sozialen, motorischen und kognitiven Fähigkeiten, die als Voraussetzung für die Schulfähigkeit gelten. Hierzu gibt es auch wissenschaftliche Untersuchungen. Peter Häfner befasst sich in seiner Doktorarbeit „Natur- und Waldkindergärten in Deutschland - eine Alternative zum Regelkindergarten in der vorschulischen Erziehung“ mit dem Vergleich der vorschulisches Erziehung von Regel- und Waldkindergärten. Im Ergebnis werden Kinder in Waldkindergärten in vielen Bereichen besser auf die Schule vorbereitet als im Regelkindergarten:
Kinder aus Waldkindergärten:
- können dem Unterrichtgeschehen besser folgen und kommen mit Problemstellungen gut zu Recht
- arbeiten besser im Unterricht mit
- arbeiten konzentrierter, selbständiger und motivierter
- können im Unterricht genauso gut „still sitzen“
- zeigen im kognitiven Bereich besondere Stärken beim Lesen
- zeichnen sich im musischen Bereich durch Phantasie und Kreativität aus
- lösen Konflikte friedlicher, halten Regeln gut ein, sind gut in den Klassenverband integriert und zeigen ein höheres Maß an sozialer Kompetenz
- arbeiten kooperativ mit andern Kindern zusammen
